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Graf Magga

200 Jahre Franz Anton Schmider — Ein Zeller Original kehrt zurück
»Er hat das Zeug zu einer Kultfigur« — Harald Haiss und Roland Schopp über Franz Anton Schmider, den Hafnersbub, der durch Heinrich Hansjakobs Feder unsterblich wurde.
Chronologie der Berichterstattung
30./31. Dez.
2016
Schwarzwälder Post Vorschau: »Das neue Jahr ein ›Graf-Magga‹-Jahr«. Ankündigung der Jubiläumsveranstaltungen zum 200. Geburtstag.
08. Jun.
2017
Veranstaltungsflyer DORT Spaziergang und Abendessen mit »Graf Magga« am Kanzleiplatz, 18:30 Uhr.
11. Jul.
2017
200. Geburtstag Geburtstagsfeier im Bärenkeller mit 30 Gästen, Ahnentafel und Zauberkunst.
17. Jul.
2017
Schwarzwälder Post Nachbericht zur Feier im Bärenkeller, Dr. Marrax, 282 Personen Ahnentafel.
26. Jul.
2017
Mittelbadische Presse Porträt: »Ein Zeller Original mit viel Potenzial«, Serie Sommer '04.

Die Artikel im Überblick

Schwarzwälder Post, 30./31. Dezember 2016
Faksimile · Schwarzwälder Post · 30./31. Dezember 2016 (Silvester-Ausgabe) · Zell am Harmersbach · Zum Vergrößern klicken
30./31. Dez. 2016
Schwarzwälder Post
Von Inka Kleinke-Bialy
Vorschau  ·  Zell am Harmersbach

Das neue Jahr ein »Graf-Magga«-Jahr

Im Juli 2017 jährt sich der Geburtstag des Franz Anton Schmider zum 200sten Mal – das soll gewürdigt werden.

Franz Anton Schmider, am 11. Juli 1817 als Hafnersbub in Zell am Harmersbach geboren, war eng verbandelt mit der Zeller Keramikfabrik. Dank der Feder des Heimatschriftstellers Heinrich Hansjakob wurde er als »Graf Magga« unsterblich. Roland Schopp und Harald Haiss haben sich seiner Geschichte verschrieben.

Als hochbegabter, aber armer Junge kam Schmider früh in die Lehre beim Fabrikherrn Gottfried Lenz, der ihn zum Modelleur ausbilden ließ. Als 21-Jähriger verfügte er über mehr Geld als üblich, kaufte sich einen Frack und fuhr mit geliehener Kutsche auf Ausflug – als Graf. Den Spitznamen »Magga« verdankt er einem Kellner, der den Dessertwein Malaga falsch aussprach.

Schmider brachte es bis zur Prokura in der Keramikfabrik, erfand Hosenträger und Pferdekummet, lebte zeitweise in Paris und New York und betrieb zuletzt eine Bahnhofsrestauration. Als Fasent-Mitorganisator sorgte er dafür, dass bei der Zeller Fasent keine lebenden Personen mehr verspottet werden durften.

»Für uns ist es faszinierend zu sehen, wofür dieser Mann in gewisser Weise von Heinrich Hansjakob fabuliert wurde – auch wenn er in Stadtchroniken als verlässliche Quelle zitiert wird.« — Roland Schopp & Harald Haiss

In Zusammenarbeit mit der Tourist-Info Zell und der Zeller Keramikfabrik ist für den 11. Juli 2017 eine große Graf-Magga-Geburtstagsveranstaltung geplant, mit Stadtführungen zum Thema.

Biografie Zeller Keramik Heinrich Hansjakob Jubiläum 2017
DORT-Veranstaltungskalender 2017, Seite 27
Faksimile · »DORT – Donnerstags in der Ortenau« · Veranstaltungskalender 2017 · Seite 27 · Zum Vergrößern klicken
8. Juni 2017
Veranstaltungskalender
»DORT – Donnerstags in der Ortenau« 2017
Veranstaltung  ·  Highlight Seite 27

Spaziergang und Abendessen mit »Graf Magga«

Do, 08.06.2017 · 18:30 Uhr · Kanzleiplatz, Zell a. H.

»Graf Magga« (F.A. Schmider, geb. 11.7.1817) war eine schillernde Figur und Zeller Bürger in der Biedermeierzeit. Sein Aufstieg hing eng mit der Porzellanindustrie und der Entstehung der Zeller Keramik zusammen. Heinrich Hansjakob hat ihm eigens eine Erzählung gewidmet.

Zum 200. Geburtstag lebt »Graf Magga« wieder auf. Lernen Sie die Figur bei einem Abendspaziergang kennen, hören Sie Geschichten aus »seinem« Mund – und lassen Sie den Abend beim Abendessen im historischen Gewölbe ausklingen.

Anmeldung bis 05.06. erforderlich · 26,00 Euro p.P. mit Menü (ohne Getränke) · projekt@grafmagga.de · ab 13:00 Uhr
Stadtführung Kanzleiplatz Abendessen Kinzigtal
17. Juli 2017
Schwarzwälder Post
Von Inka Kleinke-Bialy · Fotos: Inka Kleinke-Bialy
Nachbericht  ·  Zell am Harmersbach

»Graf Magga« feierte seinen 200. Geburtstag mit 30 Gästen im »Bärenkeller«

Umfangreiche Ahnentafel präsentiert – sprachhumorige Zauberkunst von »Dr. Marrax« – Bürgerwehr-Kommandant hofft auf Theaterstück.

Im historischen Bärenkeller versammelten sich 30 Gäste zur Geburtstagsfeier, darunter Bürgerwehr-Kommandant Paul Gutmann und Bürgermeister Thomas Guhl. Roland Schopp verkörperte Graf Magga in vollem Kostüm – Zylinder, Backenbart, blauer Frack.

Highlight des Abends war die Präsentation einer 282 Personen umfassenden Ahnentafel, die Harald Haiss – ein zweiter Cousin vierten Grades von Graf Magga – mithilfe eines Genealogie-Computerprogramms erstellt hatte.

»Wir lernten uns kennen in meiner besten Phase als Erfinder und Createur – in Paris, als dort 1855 eine Weltausstellung stattfand, im Palais der Schönen Künste.« — Graf Magga über seinen Freund Dr. Marrax

Zauberkünstler »Dr. Marrax« entführte die Gäste mit sprachlich virtuoser Zauberkunst für eine halbe Stunde in eine andere Welt – mit viel Applaus und Bravo-Rufen. Schopp und Haiss planen langfristig ein Freilicht-Theaterstück.

Auf dem Foto (v. l. n. r.): Marco Lehmann-Waffenschmidt, »Dr. Marrax«, Klaus Jilg, Roland Schopp alias »Graf Magga«, Harald Haiss. Fotos: Inka Kleinke-Bialy

Bärenkeller 200. Geburtstag Dr. Marrax 282 Personen Ahnentafel Theaterpläne
Mittelbadische Presse, 26. Juli 2017
Faksimile · Mittelbadische Presse · 26. Juli 2017 · Serie »Sommer '04« · Seite 10 · Ortenau · www.bo.de · Zum Vergrößern klicken
26. Juli 2017
Mittelbadische Presse
Serie: Sommer '04 · Seite 10 · Ortenau · www.bo.de
Porträt  ·  Serie Sommer

Ein Zeller Original mit viel Potenzial

Kulturspaziergänge mit Nachtwächtern und neuerdings »Graf Magga« – Beine vertreten am Abend.

»Wir wollten den 200. Geburtstag nicht einfach so verstreichen lassen«, sagt Roland Schopp. Kein Geringerer als »Graf Magga« selbst lädt in diesem Jahr zu Spaziergängen durchs traditionsreiche Zell a. H. ein – verkörpert vom Psychotherapeuten und Hobby-Historiker.

Der Graf experimentierte mit feuerfester Keramik, hielt Patente auf Hosenträgern und Pferdekummet. Später war der beliebte Zeller Bürger total abgebrannt – sodass er nicht einmal den Grabstein für seine Frau bezahlen konnte. »Magga war der einzige, über den Heinrich Hansjakob eine Art Biografie geschrieben hat«, berichtet Schopp.

»Er könnte für Zell eine Rattenfänger-Figur werden wie der Rattenfänger für Hameln. So was fehlt in Zell noch.« — Roland Schopp

Für das kommende Jahr planen Schopp und Haiss, »Graf Magga« groß rauszubringen: mit Stadtrundgängen in den Kinzigtal-Gemeinden – und langfristig als Freilicht-Theaterstück.

Kulturspaziergänge Nachtwächter Porträt Zukunftspläne

Presseschau zusammengestellt aus Originalscans · April 2026

Franz Anton Schmider · geb. 11. Juli 1817 in Zell am Harmersbach · alias »Graf Magga«