Das neue Jahr ein »Graf-Magga«-Jahr
Franz Anton Schmider, am 11. Juli 1817 als Hafnersbub in Zell am Harmersbach geboren, war eng verbandelt mit der Zeller Keramikfabrik. Dank der Feder des Heimatschriftstellers Heinrich Hansjakob wurde er als »Graf Magga« unsterblich. Roland Schopp und Harald Haiss haben sich seiner Geschichte verschrieben.
Als hochbegabter, aber armer Junge kam Schmider früh in die Lehre beim Fabrikherrn Gottfried Lenz, der ihn zum Modelleur ausbilden ließ. Als 21-Jähriger verfügte er über mehr Geld als üblich, kaufte sich einen Frack und fuhr mit geliehener Kutsche auf Ausflug – als Graf. Den Spitznamen »Magga« verdankt er einem Kellner, der den Dessertwein Malaga falsch aussprach.
Schmider brachte es bis zur Prokura in der Keramikfabrik, erfand Hosenträger und Pferdekummet, lebte zeitweise in Paris und New York und betrieb zuletzt eine Bahnhofsrestauration. Als Fasent-Mitorganisator sorgte er dafür, dass bei der Zeller Fasent keine lebenden Personen mehr verspottet werden durften.
In Zusammenarbeit mit der Tourist-Info Zell und der Zeller Keramikfabrik ist für den 11. Juli 2017 eine große Graf-Magga-Geburtstagsveranstaltung geplant, mit Stadtführungen zum Thema.